Beginnend mit den ersten Schriftkulturen entwickeln sich Methoden zur Klassifikation und Beschreibung von (Heil-)Pflanzen, mittels derer das gesammelte Wissen diachron über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg tradiert werden konnte. Das Ziel dieses Workshops ist die Untersuchung der damit verbundenen Textformate, den Herbarien. Dafür werden die Ergebnisse einschlägiger Berliner Projekte zusammengeführt, die sich antiker, mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Botanik gewidmet haben. Gemeinsam mit internationalen Kollegen sollen die Ähnlichkeiten, Differenzen und Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Korpora aufgezeigt werden, ausgehend von den frühesten botanischen Abhandlungen in Hieroglyphen und Keilschrift, über die dominante Phase griechisch-römischer Wissenschaften und das Mittelalter bis hin zu den ersten Traktaten in deutscher Sprache aus der frühen Neuzeit.

Starting with the first scriptural cultures, methods for classifying and describing (medical) plants has been developed, by means of which the collected knowledge could be handed down diachronically across language and cultural borders. The topic of this workshop is the study of the related text genres of herbals, thereby uniting the outcome of projects in Berlin dedicated to ancient, medieval, and early modern botany. In collaboration with international colleagues, we aim to reveal the similarities, differences, and relationships between the various corpora, beginning with the earliest botanical treatises in Cuneiform and Egyptian script, via the scientific peak of Graeco-Roman scholars and the Middle-Ages up until the later traditions in German language of the Early Modern Period.