Die vom Exzellenzcluster Topoi und der Alexander von Humboldt-Professur für Klassische Altertumswissenschaften und Wissenschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin konzipierte Ausstellung “Die Seele ist ein Oktopus” ist nun im Klinikum Christophsbad in Göppingen zu sehen.

Die Seele ist ein Oktopus PlakatDie Ausstellung stellt zentrale antike Auffassungen von physischen und seelischen Vorgängen vor, die von Medizinern und Philosophen zwischen ca. 500 vor und 200 nach Christus entwickelt wurden. Dabei werden vor allem die vielfach rezipierten und kommentierten Ansichten von Aristoteles und Galen aufgegriffen. Aber auch weniger bekannte Positionen werden vorgestellt – etwa die Vorstellung der Stoiker, dass sich die Seele wie die Arme eines Oktopusses durch den Körper schlinge. Der Graphiker Christoph Geiger setzt diese Auffassungen in großformatige anschauliche Bilder, sogenannte “Visual Translations” um, die im engen Dialog mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Topoi-Forschungsprojektes (D-2) Mapping Body and Soul entstanden sind.

Konzipiert durch das Berliner Exzellenzcluster Topoi und die Alexander von Humboldt-Professur für Klassische Altertumswissenschaften und Wissenschaftsgeschichte an der Humboldt- Universität Berlin wurde die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité als Intervention im Präparate-Saal Rudolf Virchows eingerichtet und erstmalig gezeigt. Im Anschluss daran konnte die Ausstellung im Deutschen Medizinhistorischen Museum in Ingolstadt besichtigt werden.

Vom 15. Februar bis 15. Juli 2018 können Interessierte täglich von 9 bis 19 Uhr im Eingangsfoyer des Klinikums Christophsbad in Göppingen die neue Sonderausstellung “Die Seele ist ein Oktopus – Antike Vorstellungen vom belebten Körper“ besichtigen. Führungen auf Anfrage an info@museele.de.

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